Schlachthausdinner ein Kommentar von Reiner Trabold

March 23, 2017

 

Schlemmen in der Metzgerei

FLEISCHESLUST Andreas Vick serviert fünfgängiges Menü mit Innereien von Rind und Kalb aus seiner Schlachthaus-Küche.

 

AUERBACH. Genießen neben der Wursttheke? Das hat was und ist seit Anfang des Jahres in Auerbach möglich, wenn Fleischermeister Andreas Vick seine „Fleischeslust“ zum Feinschmecker-Restaurant macht. Eingedeckte Tische, freundlicher Service, Weine aus der Region, nette Gäste, als Aperitif ein Glas  aus der Sektmanufaktur „Griesel“ in Bensheim und fleischliche Gaumenfreuden aus der außergewöhnlichen Produktpalette der Edel-Metzgerei. Vick: „Hier gibt es garantiert keine Massenprodukte, keine Antibiotika im Fleisch, sondern ausgesuchte Stücke vom Rind und Kalb.“

Der gelernte Koch Andreas Ohlemüller in der Metzger-Küche und im Service Manuel Emilio de Matos Ribeiro servieren fünfgängig Gerichte, die es früher so oder ähnlich öfters gab, die aber in Zeiten eine Steak- und Filet-Kultur aus der Mode gekommen sind. Dabei gebiete die Ehrfurcht vor dem getöteten Tier, dass es von Nase bis Schwanz verwertet werde, gibt Vick das Motto des Abends vor. 

 

Als Entree machen die Gäste Bekanntschaft mit einem Appetithappen auf dem Löffel, und danach mit einem „Rindermarkpudding“, einer leckeren Creme mit dem feinen Geschmack des Marks. Dazu gib’s ein Tässchen „Kalbs-Cappucino“, eine gehaltvolle Essenz mit Sahne aufgeschäumt. Dazu passt der Riesling Granit des renommierten Zwingenberger Weinguts Simon-Bürkle.

 

Dass man aus Leber feine bretonische Pastete machen kann, zeigt der zweite Gang, den ein Muskateller des Auerbacher Winzers Hanno Rothweiler begleitet. Eine Herzenssache vom Kalb kommt anschließend als Gulasch auf den Tisch, das in einer Jus vom St. Laurent aus Rothweilers Keller badet. Das edle, fettfreie Muskelfleisch ist ein Genuss, der ebenso selten zu haben ist wie die butterzart gegarte Ochsenbacke vom Hohenloher Rind als Hauptgang. Dazu wird ein 2013er Cabernet-Sauvignon aus Zwingenberg eingeschenkt.

 

Bleibt das Dessert, ein kleines exklusives Kunstwerk aus einem Ballen Sahneeis vom Rindermark auf einem fein geschnittenen Rindertatar, das mit getrüffelter Mayonnaise und salzigem Karamell aromatisiert ist. Dazu passend ein Gewürztraminer von Hanno Rothweiler. Gekrönt wird das Menü von einem Espresso des Bensheimer Rösters RedCode. Denn zur „Fleischeslust“ gehört auch eine  Espressomaschine sowie ein kleiner Speiseraum für das frisch zubereitete Mittagessen aus  Großmutters Küche zum kleinen Preis. Die Resonanz aufs Dinner war samt und sonders positiv. Andreas Vick freut sich aufs nächste Schlachthaus-Event mit fleischeslustigen Gästen.

 

Ihr Reiner Trabold

 

 

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